Abrechnungsfähigkeit von SARS-CoV-2-Antikörpertests über die KV

Insbesondere bei milden Verläufen von COVID-19 ist ab der zweiten Woche nach Symptomeintritt der direkte Erregernachweis mit einem PCR-Test nicht immer möglich. Eine SARS-CoV-2-lnfektion kann in diesen Fällen indirekt durch serologische Verfahren nachgewiesen werden. Ab eine Woche nach Symptombeginn kann hier eine Untersuchung auf SARS-CoV-2-Antikörper zur Bestimmung des Titer-Anstiegs oder zum Nachweis einer Serokonversion zweckmäßig sein.

Da derzeit lgA- und lgM-Antikörper-Bestimmungen eine deutlich niedrigere Spezifität aufweisen, sollte nur auf Gesamt- oder spezifisch auf lgG-Antikörper untersucht werden und keine lgA- bzw. lgM-Bestimmung erfolgen.

Der Antikörpertest sollte als Ergänzung zum Erreger-Direktnachweis eingesetzt werden.

Die Aussagekraft nachgewiesener Antikörper gegen SARS-CoV-2 bezüglich einer möglicherweise bestehenden Immunität wird derzeit noch kontrovers diskutiert.

Vorraussetzung für die Abrechenbarkeit als GKV-Leistung*:

Nicht zu Lasten der GKV abgerechnet werden können:

*Bei positivem indirektem Nachweis einer COVID-19-Erkrankung gelten ebenfalls die gesetzlichen Meldepflichten.

 

Abrechnung je Antikörper:

GOÄ 4400:
20,11 € (1,15-facher Satz)
17,49 € (einfacher Satz/ Selbstzahler)

zzgl. 5,10 € Verandkostenpauschale 

EBM (88240; 32641):
11,10 €

Stand: 18.05.2020

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