SARS-CoV-2-Testergebnis jetzt online

Sobald die Untersuchung abgeschlossen ist, kann das Testergebnis pseudonymisiert abgerufen werden:

Information zur Eingabe der positiven Testergebnisse in die Corona-Warn-App

18.06.2020

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit der Telekom und SAP eine Corona-Warn-App entwickelt und am 16.6.2020 den Bürgern zur Verfügung gestellt.

Diese App leistet einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der aktuellen Pandemie und kann signifikant helfen, das aktuelle Infektionsgeschehen kontrollierbarer zu machen, in dem Infektionsketten für jeden Bürger selbst erfasst und vollkommen anonym an andere App-Nutzer weitergegeben werden können. Die App kann dem Benutzer empfehlen, sich auf SARS-CoV-2 testen zu lassen.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Lösung ist die gesicherte Übertragung eines positiven Testergebnisses in die App. Damit der Patient ein positives Testergebnis in der Warn-App eingeben kann, benötigt er eine eindeutige Auftragskennung als UUID (QR-Code), die mit dem Laborbefund übermittelt wird. Somit soll der Missbrauch der App verhindert werden.

Dieses Verifizierungsverfahren steht den Laboren heute leider noch nicht zur Verfügung. Der Berufsverband Akkreditierter Labore in der Medizin arbeiten eng mit der Telekom und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zusammen, um so schnell wie möglich die angekündigte technische Anbindung zu realisieren.

Bis dieses Verfahren zur Verfügung steht, sollten die Patienten einen Alternativweg nutzen, um ein positives Ergebnis in die App einzutragen. Dafür sollten die Patienten die Hotline der Telekom unter der Rufnummer +49 800 7540002 anrufen und mitteilen, dass sie positiv getestet wurden. Die Patienten erhalten dort eine TAN, die in der App eingegeben werden kann. Damit werden Kontaktpersonen automatisch und anonym über die Warn-App informiert, dass in ihrer Umgebung eine Person positiv getestet wurde. Für die gesetzlich versicherten Personen, welche über die App eine Empfehlung erhalten, sich auf SARS-CoV-2 testen zu lassen, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Die fachärztlichen Labore haben keine Möglichkeit, TANs herauszugeben.

Erweiterte Indikationen für SARS-CoV-2-PCR-Test

04.06.2020

Die SARS-CoV-2-PCR kommt zum direkten Nachweis bei symptomatischen Patienten zum Tragen. Von einer ungezielten Testung mittels SARS-CoV-2-PCR von asymptomatischen Personen wird in der Regel aufgrund der unklaren Aussagekraft eines negativen Ergebnisses, welches lediglich eine Momentaufnahme darstellt, abgeraten. Da die Viruslast von prä- und asymptomatischen Infizierten sich jedoch nicht von symptomatischen Patienten unterscheidet, können unter bestimmten Voraussetzungen nun auch asymptomatische Personen getestet werden.

Indikation bei Symptomatik


Indikationen bei Asymptomatik/Präsymptomatik

Risikogruppefaktoren für einen schweren Verlauf*:

Hinweise zur Diagnostik
SARS-CoV-2-Diagnostik mittels PCR

Nur der Nachweis von SARS-CoV-2 selbst bzw. dessen RNA-Bestandteil lässt zuverlässig den Rückschluss zu, dass eine Person zum Zeitpunkt der Untersuchung infiziert ist (asymptomatisch oder symptomatisch). Die in Deutschland entwickelte PCR-Methode zum Virusnachweis gilt als Goldstandard und ist weithin auch international etabliert. Das Testergebnis liegt meist innerhalb von 24 Stunden vor. Der Test wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Ein negatives PCR-Ergebnis schließt die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht vollständig aus. Falsch-negative Ergebnisse können z. B. aufgrund schlechter Probenqualität, unsachgemäßem Transport, ungünstigem Zeitpunkt der Probenentnahme (bezogen auf den Krankheitsverlauf) nicht ausgeschlossen werden. Wenn ein Patient mit starkem Verdacht auf SARS-CoV-2-Infektion in der initialen PCR negativ getestet wird, sollte eine erneute PCR-Untersuchung durchgeführt werden. Das am besten geeignete Untersuchungsmaterial ist vom Zeitpunkt der Entnahme im Verlauf der Erkrankung abhängig. Bei tiefen Atemwegsinfektionen ist die alleinige Testung von Probenmaterial aus dem Oro- und Nasopharynx zum Ausschluss einer Infektion nicht geeignet, da in dieser Phase der Erkrankung ggf. nur Material aus dem unteren Respirationstrakt oder Stuhl in der PCR positiv sind.

Antikörpertest gegen SARS-CoV-2 IGG und IGA

Abrechnung

Bei klinischem Verdacht gemäß Falldefinition des RKI ist die Untersuchung mittels PCR seit dem 01.02.2020 eine Kassenleistung (EBM 32816). Für die Diagnostik kann der Veranlasser die Ausnahmekennziffer 32006 angeben und die Fälle sind mit der EBM-Ziffer 88240 zu kennzeichnen.

Stand: 04.06.2020